Lies und (p)lausch

Krimi- und Drehbuchautorin Jennifer B. Wind liest, talkt und rezensiert für mywoman.at

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Mittwoch, 27.11.2013, 11:25

Lieber Uwe, danke, dass du dir Zeit genommen hast, mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich freue mich sehr, dich heute für meine Kolumne interviewen zu dürfen.

Am Montag habe ich den Leser/innen deinen Debütroman „Blow Out“ vorgestellt. Heute werden wir über diesen Roman reden, aber auch über dein Leben als Autor.

In Schreibratgebern liest man immer, man solle über etwas schreiben, das man gut kennt. Grisham hat das zum Bsp. beherzigt und auch Tess Gerritsen. Du warst Market Maker und hast dich später in der Pharmabranche selbstständig gemacht. Da hätte man eher einen Pharma- oder Finanzthriller von dir erwartet. Warum ist es ein Katastrophenthriller geworden?
Ganz einfach: Weil mich das Thema fasziniert. Es ist aktueller denn je und die Vorstellung, dass uns möglicherweise tatsächlich in einigen Jahren ein Szenario bevorstehen könnte, ähnlich dem von „Blow Out“, ist für mich beängstigend.


Die Idee zu „Blow Out“ kam dir als du eine Dokumentation gesehen hast. Was war das für eine Doku und was hat sie in dir ausgelöst, dass du dich unbedingt hinsetzen musstest, um diesen Roman zu schreiben?
Genau genommen waren es zwei Dokus, die beide auf „Discovery“ liefen. Sie beschrieben Methoden, wie man den Ausstoß klimaschädlicher Gase – vor allem CO2 - eindämmen könnte, bzw. wie man unsere Atmosphäre vor dieser unglaublichen Menge an CO2 schützen könnte. Was sich hier, in diesen wenigen Worten, vielleicht trocken anhört, ist in Wahrheit eine äußerst spannende Angelegenheit. Vor allem die CO2-Einlagerung tief unter dem Meer hat mich sofort fasziniert. Etwas aber hat mich dabei gestört, zunächst unbewusst. Als ich schließlich darauf kam, was mich irritierte, war gleichzeitig die Idee zu Blow Out geboren.


Klimaerwärmung, Polkappenschmelzung sind Schlagworte, die man schon seit Jahren hört, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, dass der Großteil der Bevölkerung das nicht ernst nimmt. Wie siehst du das?
Das Problem ist, dass wir, hier in Mitteleuropa, bisher praktisch keine Auswirkungen dieser Entwicklungen auf unser alltägliches Leben wahrnehmen. In anderen Regionen unserer Erde ist der Klimawandel bereits Realität. Zudem sind die prognostizierten Zahlen auf unserer „intern wahrgenommenen“ Skala zu gering, um Besorgnis auszulösen. Temperaturanstieg um 2 Grad in 50 Jahren? Meeresspiegelanstieg um 1 Meter in 100 Jahren? Was soll daran so schlimm sein? Leider ist das immer nur eine Teilbetrachtung eines unglaublich komplexen Prozesses, der vielfältige Auswirkungen auf unser Leben hat. Man kann sich das wie eine Reihe aufgestellter Dominosteine vorstellen: Fällt ein Stein, setzt das unweigerlich eine Kettenreaktion in Gang, die durch den Mensch nicht mehr aufzuhalten ist. In der Welt der Klimawissenschaften gibt es dafür sogar einen Namen: Tripping Points.


Bist du auch aktiv im Umweltschutz tätig. Wenn ja, in welcher Richtung?
Ich unterstütze diverse Organisationen, allerdings nicht aktiv. Ich versuche auf anderen Wegen das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen – zum Beispiel durch „Blow Out“.


Du hast dich also noch nie eine Bohrinsel oder dergleichen anketten lassen.
(Uwe Laub lacht laut.) Nein, so extrem bin ich dann doch nicht. Ich hab viel Blödsinn in meinem Leben gemacht, aber so etwas, nein. (Uwe Laub lacht wieder.)


Ich schreibe ja selbst, sehr schwierig dabei finde ich es Actionszenen zu schreiben, vor allem Prügelszenen oder Verfolgungsjagden. Dir scheint das leicht von der Hand zu gehen. Wie erarbeitest du dir diese Szenen?
Ich stelle mir den ein oder anderen ehemaligen Lehrer vor, dann schreiben sich die Prügelszenen praktisch von selbst. (Uwe Laub lacht.) Das ist jetzt natürlich Spaß! Tatsache ist, dass mir Actionszenen eine Menge Spaß machen und deswegen nicht sonderlich schwer fallen.


Gibt es Szenen die dir weniger liegen?
Das hängt bei mir ganz stark von meiner momentanen Stimmung ab. Es ist schwer zu erklären. Ehrlich gesagt, fallen mir generell Actionszenen wirklich leichter. Vielleicht gehen mir Szenen die Gefühle zeigen etwas schwerer von der Hand. Das kann durchaus sein. Aber es ist, wie gesagt, absolut stimmungsabhängig. Deshalb schreib ich auch ganz gern mal nicht linear, sondern ausgesuchte Szenen, je nach Stimmungslage.



Dein Roman ist auf jeden Fall äußerst actiongeladen. Liebst du privat auch Actionfilme oder derartige Bücher?
Eindeutig ja, wobei ein Buch - wie auch ein Film – darüber hinaus eine interessante, spannende Story aufweisen muss. Nur Action ist auf Dauer langweilig. Eine gewisse Grundspannung muss sich vor allem aus der Story an sich ergeben.


Da bin ich ganz deiner Meinung. Wie hast du für „Blow Out“ recherchiert?
Hauptsächlich über das Internet. Für die Recherchen habe ich viel Zeit aufgewendet. Die meiste Zeit verstreicht, bis man endlich relevante und verlässliche Seiten gefunden hat. Das viele Halbwissen, das im WWW zu finden ist, macht diese Suche so schwer. Ich habe festgestellt, dass die wirklich interessanten Seiten z.B. bei Google erst ab Seite 10 der Suchergebnisse auftauchen – und selbst da muss man noch Quervergleiche ziehen. In Bezug auf die NSA gestaltete sich die Recherche noch schwieriger. Damals, vor inzwischen 5 Jahren, lagen Ausspähprogramme wie PRISM und XKEYSCORE noch weit verborgen im Dunkeln, und über die Spezialabteilung „Special Collection Service“ fand ich nur auf wenigen englischsprachigen Websites etwas. Ja, den SCS gibt es tatsächlich!

Beim Weltklimagipfel, der gerade erst zu Ende ging, gab es einen Eklat. Statt ein Viertel der Treibhausgase einzusparen, hat Japan nun angekündigt bis 2020, 3,1 Prozent mehr CO2 ausstoßen zu müssen als 1990. Als Grund gaben sie an, dass Öl und Gasimporte stiegen, aufgrund der Fukoshima Katastrophe. Gleichzeitig wissen Insider, dass Japan schon lange forscht und bereits massive Vorbereitungen trifft, um ab 2015 Methanhydrat abzubauen, dass es vor Japan in reichen Mengen gibt. Was denkst du, könnte nicht eher das der Grund sein, dass sie schon vorbauen?
Ich denke nicht, denn die Katastrophe von Fukushima konnte niemand vorhersehen. Japan hat ein grundlegendes Problem. Nach Fukushima schaltete man konsequent sämtliche AKWs ab, was natürlich zwangsläufig durch die Nutzung herkömmlicher Energiequellen kompensiert werden musste – sprich, die Verbrennung von Gas, Öl und Kohle schoss in die Höhe und somit die CO2-Emissionen. Man kann darüber streiten, was nun besser ist: den erhöhten CO2-Ausstoß zu akzeptieren, oder veraltete AKWs wieder in Betrieb zu nehmen, trotz der bekannten Risiken. Ob, und in welcher Menge, Methanhydrat ab 2015 tatsächlich gefördert werden kann, steht trotz erster Erfolge noch in den Sternen.


Du bist ein äußerst attraktiver Autor. Freust du dich schon auf viele weibliche Fans, die dir bald die Türen einrennen werden?
Generell macht mir der Austausch mit Lesern/Leserinnen über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sehr viel Spaß, weil ich nirgendwo sonst so direktes Feedback erhalte. Insofern freue ich mich über jede Resonanz, auch wenn sie mal nichts mit meinem Buch, sondern mit meiner Person zu tun hat. Aber noch ist meine Türe heil. So schlimm ist es nun also auch nicht. (Uwe Laub lacht.) Aber vielen Dank für das Kompliment.


(Foto: copyright by Kueperpunk Korhonen)


Du liebst den Kontakt zu den Lesern und lässt nichts aus: Leserunden zum Beispiel auf lovelybooks gehören da genauso dazu wie Autorenchats. Und am Samstag, dem 16. November warst du bei einer virtuellen Lesung im Second Life zu sehen und zu hören. Ich war natürlich auch dabei um dieses grandiose Schauspiel zu beobachten. Die Veranstalter haben sich nämlich nicht lumpen lassen und sogar eine Bohrinsel gebaut, einen Teil des Landes überflutet und Leichen versteckt. Während deiner Lesung wurden Sprengladungen gezündet, der Hubschrauber stürzte ins Meer. Alles nur um dich und dein Buch spannend in Szene zu setzen. Wie fühlt sich das an, wenn Menschen sich für dein Buch so tatkräftig ins Zeug legen?
Das ist natürlich ein tolles Gefühl. Noch vor wenigen Monaten hätte ich mir so etwas nicht erträumen können. Als ich mit meinem Avatar die Bohrinsel zum ersten Mal besucht habe, war ich begeistert, wie detailgetrau alles nachgebaut war. Zudem war die Organisation, wie auch das Marketing im Vorfeld, sehr professionell. Wenn man dann hinterher noch gesagt bekommt, dass die Veranstaltung rund 150 Zuhörer hatte, dann ist man einfach nur überwältigt.


Diesen Freitag, dem 29.11.2013 wirst du um 19 Uhr deinen Fans wieder Rede und Antwort stehen beim Autorenchat in Thrillertantes Blog. Ich freu mich drauf. Hast du eigentlich Lampenfieber vor solchen Events?
Oh ja! Für mich sind solche Veranstaltungen ja noch absolutes Neuland. Ich bin immer sehr gespannt, was da auf mich zukommt.


(Foto: copyright by Burkhard Tomm-Bub)


Ich war, wie gesagt, bei der Second Life Lesung dabei. Da hast du erwähnt, keine fixen Schreibzeiten zu haben, damit du den Spaß am Schreiben nicht verlierst.
Ja, das ist richtig. Ich will mich da einfach nicht unter Druck setzen. In meinem Job hab ich genug Termindruck, da will ich es nicht auch beim Schreiben haben. Ich hab auch Angst, dass sobald ich unter Druck bin, mit Dead-Lines und dergleichen nichts mehr entstehen könnte. Ich weiß nicht, ob ich gut schreiben könnte unter Druck, glaube aber, eher nicht. Ich hab Spaß am Schreiben, ich genieße es und klar will ich auch ein zweites gutes Buch abliefern, und das funktioniert nur, wenn ich entspannt bin.


Übrigens hast du einen sehr schönen Nachnamen, der besonders im Herbst Assoziationen weckt, wenn „das bunte Laub unter meinen Stiefeln raschelt“. Aber man kann daraus auch ein wundervolles Anagramm bilden, das für etwas steht, das du sehr liebst. BLAU wie das Meer. Du bist ein passionierter Wassersportler und tauchst auch. Was fasziniert dich am Tauchen?
Die Ruhe unter Wasser, diese absolute Stille. Irgendwann nehme ich nur noch mein eigenes Ein- und Ausatmen durch den Atemregler wahr. Dann bemerke ich Fische und andere Meeresbewohner, die sich anmutig und gemächlich durch das Meer bewegen, meistens zumindest, beobachte sie und vergesse alles andere um mich herum. Stress und Hektik fallen vollkommen von mir ab, ich werde eins mit meiner Umgebung. Unter Wasser scheint die Welt für mich noch in Ordnung zu sein. Zumindest dort, wo das große Korallensterben noch nicht begonnen hat ...


Du warst gerade mit deiner Tochter auf den Malediven. Wie hat es euch gefallen?
Du, (Uwe Laub seufzt) es war einfach traumhaft. Da gibt’s ja nichts, außer Strand, Wasser, Palmen. Wir waren sehr viel tauchen und schnorcheln. Und am Abend einen Cocktail trinken und einmal um die Insel spazieren, das war in 20 Minuten erledigt Die Insel war relativ klein. (Uwe Laub lacht.)


Ja, ich glaube, die Inseln sind dort alle so klein. Ich war auf Bandos Island, das hatten wir auch in 20 Minuten umrundet. Wo wart ihr denn?
Wir waren auf Holiday Island am Süd-Ari-Atoll. Wir hatten unglaublich viel Spaß.


Wart ihr auch am MantaPlace?
Da wollten wir hin, aber dann haben wir die Walhaitour gemacht und dann einmal die Nachbarinsel angeguckt. Einen Tag waren wir dann Wellnessen, haben uns auf der Liege durchkneten lassen. Dann haben wir uns gedacht, da müssten wir uns was aufheben, für nächstes Mal. Das war sicher nicht das letzte Mal, das wir dort waren.


Apropos, wenn wir zu deinem Buch kurz zurück kommen, ich hab die CO2 Emission deines Flugs berechnet, die bei 4500 kg liegt für Hin- und Retourflug. Hast du eigentlich ein schlechtes Gewissen?
Das ist jetzt eine sehr gute Frage (Uwe Laub überlegt.) Ich bin da tatsächlich immer etwas zwiegespalten, wenn ich in den Urlaub fliege. In diesem Fall aber hat meine Neugier gesiegt. Es war schon immer ein Traum von mir, mit Walhaien zu tauchen. Und wer weiss, ob das in einigen Jahren noch möglich ist.


Hast du deinen ökologischen Fußabdruck schon ermittelt?
Nein, ich habe diesen Begriff zwar schon gehört, aber noch einen Test oder Ähnliches gemacht.


Du bist generell ein sehr sportlicher Typ. Ich hab gehört, du bist außerdem ein ausgezeichneter Tennisspieler. Wie lang spielst du schon?
Ja, ich spiele sehr gern Tennis. Das „ausgezeichnet“ lassen wir jetzt mal besser weg, sonst muss ich mir beim nächsten Mannschaftstraining garantiert blöde Sprüche anhören, wenn ich mal wieder einen Ball gegen die Hallendecke donnere. (Er lacht.) Ich spiele seit meiner Jugend, hatte zwischendurch aber einige Jahre lang keinen Schläger mehr in der Hand. Inzwischen bin ich wieder voll dabei und spiele sogar Mannschaft.


Wolltest du je einer Sportlerkarriere nachgehen?
Wollen ja, aber dazu hätte es nicht einmal ansatzweise gereicht.


Apropos Sport. Es gibt im schwäbischen Raum einen Uwe Laub, den die Presse „Pferdeflüsterer“ nennt und dem die Eagle Ranch gehört und der ein sehr erfolgreicher Westernreiter ist. Bist du deinem Namenszwilling schon begegnet? Immerhin hört man dir an, dass du auch aus dem schwäbischen Raum kommst.
Und das, obwohl ich mir immer solche Mühe gebe, hochdeutsch zu reden. (Uwe Laub lacht.) Nein, tut mir leid, diesen Uwe Laub kenne ich nicht.


Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann. Reitest du überhaupt?
Nein. Pferde sind nicht meine Welt. Ich habe einen unheimlichen Respekt vor diesen Tieren, weil sie mir einfach zu groß sind. Meine Tochter ist einige Jahre geritten, und ich stand jedes Mal Todesängste aus, wenn ich sie auf so einem riesigen Tier sitzen gesehen habe.


Du kennst bestimmt die berühmte Frage: Welche drei Dinge nimmst du auf die einsame Insel mit? Diese Frage stell ich dir aber nicht. Oh ja ich bin gemein. Ich will vielmehr von dir wissen, was du unbedingt hier noch erledigen müsstest, bevor du auf die Insel gehen würdest.
Ich würde mir überlegen, welche drei Dinge ich unbedingt mitnehmen sollte.


Ich würde vorschlagen: Ein Koffer voller Messer, Plastikplane und Nähzeug. Woran erinneren dich diese Utensilien?
(Uwe Laub lacht) An meine Lieblingsserie LOST.


Dann hast du hoffentlich gut aufgepasst, wie man auf der Insel überlebt. Womit wir schon beim nächsten Thema sind. Für deine Freunde hast du so genannte Easter Eggs in deinem Roman versteckt (nein, die verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht, die soll jeder selbst suchen) Wieso?
Ach, das kam aus einer Laune heraus. Es gab Zeiten, da habe ich auf jeder DVD zuerst nach Easter Eggs gesucht, bevor ich mir den Film angesehen habe oder nach Bonustracks. Ich dachte mir, warum sollte man diesen kleinen Spaß nicht auch in Bücher einbauen? Übrigens bist du bisher die Einzige, die alle gefunden hat! Und das, obwohl wir uns bis vor kurzem ja noch gar nicht kannten. Respekt!


Danke! Tja, das liegt wohl daran, dass auch ich ein begeisterter Easter Egg Sucher bin. Du kommst mir generell sehr selbstbewusst vor. Zweifelst du eigentlich manchmal an dir selbst?
Wer tut das nicht?


Wann genau?
Jedes Mal, wenn ich diejenigen Seiten Korrektur lese, die ich abends zuvor geschrieben habe. Dann denke ich mir oft, dass jeder Lektor die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, wenn er das in der Rohfassung lesen müsste.


Du hast eine 14-jährige Tochter. Welche Werte vermittelst du ihr? Was ist dir besonders wichtig?
Höflichkeit, Ehrlichkeit, Menschlichkeit.


Durfte sie dein Buch lesen?
Ja, obwohl mir das nicht so recht war. Ich wollte damit schon noch circa zwei Jahre warten, weil doch einige nicht gerade kindgerechte Szenen drin sind. Aber kaum sind die Belegexemplare angekommen, war sie auch schon vertieft in die Geschichte.


Wie warst du selbst eigentlich als Teenager? Eltern- und Lehrerschreck oder eher brav?
Ehrer ersters. Ich war, glaube ich, ein typischer Teenager, der eben gern mal rebelliert. Ich hab auch viel Blödsinn gemacht. Abends Party, weggehen, ordentlich über die Stränge schlagen, aber nichts ganz Schlimmes.

Warst du in einer Clique?
Ich war in der coolsten Clique überhaupt (Uwe Laub lacht.) Und ich möchte behaupten, dass ich damals einer der ersten Rap-Fans war. Ich war zu der Zeit, als der erste Bronx-Rap aus Amerika rüber kam, bereits voll dabei, inklusive Baseballkappe und viel zu große Turnschuhe ohne Schnürsenkel. Das war damals eben cool.


Du schreibst schon länger und hast einen größeren Autorenfreundeskreis, der sich „Der Club der fetten Dichter“ nennt. Was ihr genau macht, werden die Leser/innen der Kolumne am Donnerstag erfahren. Mich interessiert vielmehr, wie ihr zusammengefunden habt und wie der Name entstanden ist. Ich kann nämlich kein Gramm Fett an dir entdecken.
Rainer Wekwerth, eines der Gründungsmitglieder, kenne ich schon seit vielen Jahren. Wir waren schon befreundet, als ich noch weit davon entfernt war, ein Buch zu schreiben. Als „Blow Out“ dann konkret wurde, fragte Rainer mich, ob ich nicht Lust hätte, einmal zu einem Treffen zu kommen. Aber Hallo, und wie ich Lust hatte!
Und der Name (Er lacht.) der kommt von den fetten Steaks, die wir gerne während unserer Treffen verdrücken. Wobei - wenn ich jetzt so darüber nachdenke – fanden unsere letzten Treffen immer bei unserem Lieblingsgriechen statt und dort gibt es viele leckere Sachen, aber keine Steaks. Vielleicht benennen wir uns bald in „Club der Feta Dichter“ um ... *grins*



Dann möchte ich auch Mitglied werden, ich liebe nämlich Feta-Käse. Es könnte sich natürlich auch auf das fette Bankkonto beziehen. Die Gründungsmitglieder sind ja sehr erfolgreich in der Branche. Gibt es eigentlich keinen Neid zwischen den verschiedenen Autoren?
Nein, überhaupt nicht. Da gibt es keinen Neid. Im Gegenteil. Wir gehen da relativ offen mit allem um. Wir unterstützen uns gegenseitig wo wir können. Zwei unserer Mitglieder bringen demnächst so richtige Knallerbücher raus und wir freuen uns einfach für jeden von uns, wenn er einen guten Verlagsvertrag unterschreibt und Erfolg hat. Der muss ja dann auch die Runde zahlen. Wir haben also alle was davon. (Er lacht.) Ja, deshalb freuen wir uns wohl am meisten. (Er lacht wieder)


Apropos erfolgreiche Autoren. Ich hab vor kurzem einen Autor interviewt, der nicht gern in den Zirkus geht, weil er keine Clowns mag. Das trifft auch dich sicher nicht zu, denn dein Lieblingsroman ist „Es“ von Stephen King. Warum?
Ich kann nicht sagen, ob „ES“ mein Lieblingsroman ist. „Es“ ist aber auf jeden Fall ein großartiges Buch, das in meine All-Time-Top-Five gehört. Stephen King ist ein absoluter Ausnahmeschriftsteller. Kein anderer Autor schafft es so sehr wie er, mich in eine Story einzusaugen, sodass ich nicht mehr davon loskomme. Das ist bei „Es“ definitiv der Fall. Ich bin immer noch traurig, dass ich Kings Auftritt in München verpasst habe.


Ja, ich auch. Welche Autor/innen außer King magst du, bzw. gibt es sogar Vorbilder, denen du nacheiferst?
Ich liebe Nelson deMille, vor allem seine Thriller-Reihe um den sarkastischen Ex-Cop John Corey. Dazu die allseits Bekannten Grisham, Crichton und Preston/Child. Bei den Deutschen Autoren möchte ich Schätzing und Fitzek nennen. Ein direktes Vorbild gibt es nicht, aber Frank Schätzings „Der Schwarm“ hat mich schon nachhaltig beeindruckt und vielleicht auch ein Stück weit geprägt.




Dein Buch ist allerdings wesentlich dünner. Du bist der dritte Autor, den ich interviewe, der bei der Agentur AVA unter Vertrag ist. Diese Agentur scheint so etwas wie ein Erfolgsgarant zu sein. Wie läuft die Zusammenarbeit?
Sehr gut. Bei der AVA sitzen ausnahmslos Profis, die wissen, wie die deutsche Literaturbranche funktioniert und tickt. Roman Hocke, der Gründer der AVA, hat in der Branche einen hervorragenden Ruf. Vollkommen zu Recht.


AVA vergibt auch Filmrechte. Dein Roman ließe sich wunderbar verfilmen und wäre was für alle Fans von Mission Impossible, Bourne Identity und Stirb langsam. Hat sich in diese Richtung schon etwas aufgetan?
Aufgetan hat sich da noch nichts, aber wir sind gerade dabei, die Filmrechte entsprechend aufzubereiten, dazu muss ja das Exposé umgeschrieben, beziehungsweise filmgerecht adaptiert werden. Die Agentur ist momentan gerade dabei das zu tun.


Würdest du das Drehbuch gern selbst schreiben wollen?
Nein, ich glaub, davon hab ich keine Ahnung.


Dürfte ich es schreiben?
(Uwe Laub lacht.) Wenn es spruchreif wird, können wir uns gern nochmals darüber unterhalten. Wenn es soweit kommt, dann schauen wir mal.


Gibt es irgendetwas in deinem Leben, das du bereust?
Vielleicht würde ich heute rückblickend die ein oder andere Entscheidung nochmals überdenken, aber bereuen ...? Nein, da gibt es nicht wirklich etwas.


Gedenkst du irgendwann einen Pharma oder Börsenthriller zu schreiben?
Ich habe den Plot für einen Pharmathriller bereits in meinem Kopf! Allerdings werde ich dieses Buch frühestens schreiben, wenn ich zwei andere Buch-Projekte beendet habe. Vermutlich werde ich dann auch zum ersten Mal über ein Pseudonym nachdenken. (Uwe Laub zwinkert.)


Gerade in Anbetracht der aktuellen Finanzlage, in der ein „Unternehmen“ wie twitter an die Börse geht, das noch nie einen Cent Gewinn erwirtschaftet hat. Was ist dein Kommentar dazu?
Das hatten wir schon einmal vor etwa 15 Jahren, dass Internet-Aktien, die niemals Gewinn erwirtschaftet hatten, höher bewertet wurden, als gestandene, globale Weltkonzerne wie z.B. Daimler. Wohin das führte, ist vielen sicher noch schmerzhaft bekannt – der Neue Markt crashte, und zwar so, wie nie ein Börsensegment zuvor. Heute lese ich wieder dieselben Kommentare wie damals, sehe dieselben Gesichter wieder im TV, die nach dem Crash jahrelang verschwunden waren und weiss, dass es Zeit wird, aufzupassen.


Wie stellst du dir dein Leben in fünf Jahren vor?
In fünf Jahren hätte ich gern mehr Zeit zum Schreiben, was einher geht mit Arbeit abgeben, was den Hauptjob betrifft. Das wäre sehr schön. Ansonsten bin ich zufrieden.


Würdest du gern vom Schreiben allein leben können?
Das wäre eine schöne Vorstellung, ja. Auch wenn ich es mir jetzt nicht vorstellen kann, wie es wäre. Aber wenn es so wäre, glaube ich, wäre es wirklich schön.


Ich weiß, dass es keine „Fortsetzung“ von „Blow Out“ geben wird, will heißen, auch nicht mit den Protagonisten. Woran arbeitest du zur Zeit? ?
Momentan schreibe ich an meinem zweiten Thriller, der wieder in Deutschland angesiedelt ist, diesmal allerdings in der Gegenwart. Über das Thema möchte ich noch nichts verraten. Vielleicht nur, dass es ein Thema ist, das uns alle betrifft. Und zwar nicht nur im metaphorischen Sinne.


Da bin ich schon sehr gespannt! Du warst Market Maker, ich spekulier gern ;-) und auch erfolgreich. Hast du einen Tipp für mich? Und wie ist deine Prognose für die nächsten ein bis fünf Jahre? ?
Wenn du erfolgreich spekulierst, dann hätte ich lieber gern einen Tipp von dir! (Uwe Laub lacht.) Meine Zeit an der Börse ist lange vorbei. Ich interessiere mich nur noch am Rande für diesen Irrsinn, der da momentan abläuft. Inzwischen bin ich zu weit weg von all dem, um irgendwelche Prognosen abzugeben, aber eines steht für mich fest: Dieses künstlich aufrecht gehaltene Finanzsystem muss irgendwann zwangsläufig kollabieren: Nur kann es ohne Probleme noch 10 Jahre oder mehr dauern, bis es dazu kommt. Man muss also nicht zwangsläufig morgen gleich „Short gehen“.


Also hast du nicht rechtzeitig Sony Aktien gekauft? ?
Ich investiere schon seit Jahren nicht mehr in einzelne Firmenaktien. Ich hab mir das abgewöhnt, weil es jahrelang in meinem Job nur darum ging. Das ganze Leben hat nur noch aus Börsenkursen bestanden, abends vor dem Schlafen gehen schnell nochmals schauen, morgens beim Aufwachen wieder als erstes, ich war noch nicht mal aus dem Bett draußen, gleich nach der Fernbedienung greifen und Kurse checken. Und wenn es über Nacht schlecht lief, war der Tag auch schon gelaufen. Ich brauche das nicht mehr.


Wie bist du dann zur Pharmabranche gekommen.
Über meinen Vater.


Kennst du den Film „Love and other drugs“? ?
Ja, geiler Film, ich hab mich totgelacht. Der das Drehbuch geschrieben hat, wusste wie der Hase läuft. Und ich war genau zu der Zeit als Viagra rauskam Pharmavertreter, wie der Protagonist im Film.


Was sind deine größten Wünsche und Träume und wie willst du sie dir erfüllen? ?
Ein großer Traum wurde am 13. September dieses Jahres wahr: „Blow Out“ erschien als Schwerpunkttitel im Ullstein Verlag. Davon habe ich noch vor zwei Jahren tatsächlich nur geträumt. Daneben habe ich noch einen großen Traum, den jedoch nur ganz wenige Menschen kennen und dabei wird es bleiben.


Och nein, das kannst du mir doch nicht antun. Flüsterst du ihn mir ins Ohr? Ich sag es auch nicht weiter. ?
Ok, DIR sag ich es. (Uwe Laub flüstert mir seinen großen Traum ins Ohr.)


Danke, dass du mich eingeweiht hast. Nein, liebe Leser/innen ich werde es euch nicht verraten. Lieber Uwe, wir haben heute gehört, dass du LOST-FAN bist. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? ?
Ich glaube, dass es mit dem Tod für uns nicht vorbei ist, aber in welcher Form es weitergeht, da wage ich mich an keine Vermutungen.


Tja, dann. Wir sehen uns im nächsten Leben, Bruder.
(Uwe Laub lacht.)


Vielen Dank Uwe, für dieses interessante und spannende Interview. Es hat mir wirklich Spaß gemacht.
Morgen, Donnerstag stellst du uns den Club der fetten Dichter vor und euer Projekt „The Wall“, da freuen wir uns schon drauf und am Freitag hast du eine Überraschung für die Leser/innen. ?

Danke, mir hat es auch Spaß gemacht.


Liebe Leser/innen, das war´s für heute!

Wenn ihr mehr über Uwe Laub erfahren wollt, besucht den Autor auf Facebook, twitter oder auf seiner Homepage.

Danke, dass ihr dabei wart.
Bis morgen bei Lies und plausch!
Eure Jenny